Museumshaus der Konfinierung von Carlo Levi

(Aliano, Basilikata)

Urheberrechte: PC96, CC BY-SA 4.0

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Wir sind in Aliano

1998 zum Museum umgebaut, war es das Wohnhaus des antifaschistischen Schriftstellers und Politikers Carlo Levi während seiner Verbannung (1935-1936).

Carlo Levi schloss sich 1931 der antifaschistischen Bewegung Giustizia e Libertà an. Nachdem er 1934 zum ersten Mal wegen des Verdachts subversiver Tätigkeit verhaftet worden war, wurde er 1935 erneut festgenommen. Man verurteilte ihn zur Konfinierung und schickte ihn zunächst in das Dörfchen Grassano, später nach Aliano. Im Rahmen der anlässlich der Proklamation des Imperiums erfolgten Begnadigungsmaßnahmen des Regimes wurde Levi im Mai 1936 frei gelassen und es gelang ihm anschließend, sich dem antifaschistischen Netzwerk in Frankreich anzuschließen. Nach seiner Rückkehr nach Italien trat er in den Partito d’Azione (1943) ein und leitete die Zeitung „La Nazione del Popolo“, das Organ des Comitato di Liberazione (Befreiungskomitee) der Toskana.

Das Haus, in dem der antifaschistische Schriftsteller konfiniert war, wurde 1998 zum Museum umgewidmet.  Heute stellt es das Herzstück eines größeren Museumskomplexes dar, der sich auf das gesamte Dorf Aliano und große Teile jener Umgebung erstreckt, die Levi in seinem Meisterwerk Cristo si è fermato ad Eboli unsterblich gemacht hat. Neben dem Haus von Levi findet man hier das Museo della civiltà  contadina (Museum der bäuerlichen Kultur), die Pinakothek und das Grab von Carlo Levi, der Aliano auch als Beisetzungsort wählte. Am Ortseingang des kleinen lukanischen Dorfes steht ein Denkmal, das an den Schriftsteller erinnert.

NÜTZLICHE INFORMATIONEN

Informationspunkt/Museum: ja

Webseite: www.parcolevi.it

Standort: Aliano (MT), Basilikata

Film- und Literaturtipps

Cristo si è fermato a Eboli

Buch

(Carlo Levi, Einaudi, 1945)