Internationaler Partisanenfriedhof

(Pozza, Marche)

Urheberrechte: Giuseppe Parlamenti, Anpi Acquasanta

Wo sind wir?

Wir sind auf dem Internationaler Partisanenfriedhof in Pozza

Der Friedhof wurde nach dem Erdbeben von 2016 restauriert und ist die letzte Ruhestätte von 40 Zivilist_innen und englischen, amerikanischen, griechisch-zypriotischen, jugoslawischen und italienischen Partisan_innen.

Innerhalb der Friedhofs von Pozza wurde im September 2019 der internatonale Partisanenfriedhof eingeweiht. 36 Partisanen und ein ziviles Opfer sind hier beerdigt. Die 37 Marmortafeln weisen die Namen und Daten der Gefallenen aus. Ein weiterer Gedenkstein ist Antonio Buonvecchi gewidmet, einem Ex-Partisanen der in Jugoslawien operierenden Brigade „Italia“, der Ideengeber und Förderer des Internationalen Friedhofs war.

Am 11. März 1944 waren die Bezirke von Pozza, Pito und San Martino Ort eines heftiges Gefechts und eines Massakers an Zivilisten (10 Opfer, das jüngste ein elf Monate altes Mädchen), das von deutschen Einheiten unter Begleitung und Führung lokaler Faschisten verübt wurde. Bei dem bewaffneten Konflikt kämpften englische, griechisch-zypriotische und jugoslawische Soldaten, die nach dem Waffenstillstand aus den Gefangenenlagern von Colfiorito und Servigliano entkommen waren, gemeinsam mit den Partisanen. 26 Kämpfer starben, darunter eine Frau, die erschossen wurde, nachdem es ihr gelungen war, eine Handgranate zu schleudern und damit einen deutschen Soldaten schwer zu verletzen.

Nachdem man sie zunächst in ein Massengrab geworfen hatte, wurden die sterblichen Überreste der Gefallenen 1974 auf den Friedhof von Pozza überführt. Ciro Centini, damals Bürgermeister von Acquasanta, gelang es infolge entsprechender Forderungen der Einwohner, die Leichname in Italien zu belassen. Die englische und die jugoslawischen Regierung hatten gefordert, sie in ihre Heimat zu überführen.

NÜTZLICHE INFORMATIONEN

Informationspunkt/Museum: ja

Standort: Pozza (AP), Marken

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